Revierpark Mattlerbusch: Streit um die Nachfolge im Reiterhof
18. Oktober 2010Mattlerbusch: Dass ausgerechnet das Verwaltungsratmitglied des Revierparks, Josef Wörmann (CDU) den Zuschlag für die neue Pacht erhält, empfindet eine unterlegene Mitbewerberin als abgekartetes Spiel .
Der allseits beliebte Reiterhof Mattlerbusch, auf dem schon Generationen von Kindern des Ruhrgebietes ihren ersten Kontakt zu Pony, Pferd und Reiterei bekommen haben, wird zum Jahresanfang 2011 einen Pächter bekommen.
Das wäre nicht weiter der Rede wert, wenn es da nicht aus Sicht einer Mitbewerberin um die neue Pacht ein „unfaires Verfahren“ gegeben hätte.
Miriam Lange hat die neue Pacht für den Reiterhof nicht bekommen. Die hat Konkurrent Josef Wörman erhalten. Der ist nicht nur CDU-Ratsherr und Geschäftsführer des Vereins Alsbachtal für körper- und mehrfachbehinderte Menschen im nahen Oberhausen. Sondern Josef Wörmann ist auch der stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates der Revierpark Mattlerbusch GmbH – jenes Gremiums, das über die neue Pacht zu befinden hatte.
„Ich hatte da von Anfang an keine faire Chance“, klagt Miriam Lange, „die ganze Sache war offenbar von Anfang an so eingestielt, dass der interessierte CDU-Politiker des Aufsichtsgremiums die Pacht bekommt und nicht eine Existenzgründerin wie ich.“
Statt „Ponyreiten für alle Duisburger“ werde vermutlich auf längere Sicht nur „Therapeutisches Reiten für bestimmte Zielgruppen angeboten. Dies wäre dann ein trauriger Verlust eines breiten Reitangebotes für die Öffentlichkeit.
Dem widerspricht eine Sprecherin der Park-Geschäftsführung energisch: „Hier meldet sich eine im Verfahren unterlegene Mitbewerberin zu Wort und das finden wir unfair. Das bessere Konzept hatte Herr Wörmann, und der hatte im Gegensatz zur Mitbewerberin auch nachgeforderte Unterlagen, wie einen Finanzplan und ein Schreiben vom Veterinäramt, eingereicht.“ Außerdem werde der Verein, den Herr Wörmann führe, ebenfalls und auf Dauer Reiten für (Klein)Kinder anbieten – wenn auch nicht wie bisher an allen Wochentagen.
Kleiner Rückblick: Seit 1981 führt der Pferde-Fan und Pferde-Experte Lutz Arnold den Reithof im Schatten der Niederrhein-Therme und des Brauhauses. Er hat 16 Ponys und Pferde. Er bietet jeden Tag Kinderreiten an, macht Kutsch- und Planwagenfahren für Gesellschaften. Jetzt hat er geheiratet und wird den großen Reiterhof zum 31. Dezember aufgeben. Weitermachen würde sehr gerne seine Angestellte Miriam Lange (38).
Noch bevor sie ihr Interesse bekunden kann, hat Vereinsgeschäftsführer und Verwaltungsratsmitglied Wörmann angeklopft; er würde sehr gerne den Hof übernehmen – als Anlage für therapeutisches Reiten seines Vereines. Lange: „Also hab ich mich auch schriftlich bei der Parkgeschäftsführung beworben, man reagierte positiv. Danach bin ich aber bis nie mehr angehört worden.“ In der Zwischenzeit aber habe sich bereits die Reittherapeutin von Wörmanns Verein schon mal intensiv auf dem Reithof des Revierparks Mattlerbusch umgeschaut. Ein Bauer, der den Arnolds bisher Heu für die Pferde brachte, so berichtet Frau Lange, sei angesprochen worden, er solle schon mal für den Verein von Wörmann Heu bevorraten. „Denen war offenbar schon sehr früh sehr klar, dass sie die Pacht kriegen würden, nur uns war das nicht klar“, klagt Miriam Lange.
Hier gab es keine Begünstigung, widerspricht die Sprecherin der Revierpark-Geschäftsführung. Das bessere Konzept habe den Zuschlag bekommen. Und beide Konzepte hätten dem Verwaltungsrat vorgelegen. Auch habe sich der CDU-Politiker selbstverständlich im Verwaltungsrat für befangen erklärt, wenn seine eigene Bewerbung auf der Tagesordnung stand. Er habe an keiner Stelle mitdiskutiert oder gar mit abgestimmt.
Im Frühjahr, als Pferdefreund Arnold ein ungutes Gefühl dafür bekam, was hier für Strippen gezogen werden, hatte er noch an OB Adolf Sauerland einen Brief geschrieben und um Vermittlung gebeten. Die in dem Antwortbrief der Stabsstelle Beteiligungen angekündigte Anhörung seiner Angestellten vor dem Verwaltungsrat fand nicht mehr statt. Wörmanns Verein „Alsbachtal“ ist ab 1. Januar 2011 der neue Pächter.
Quelle: DerWesten

Kein Verlust!
Das alte Konzept war gruselig !!!
Hat aber einigen Kindern, die es sich sonst nicht hätten leisten können, das reiten beigebracht!
Das Reiten beigebracht?
Wohl eher wie man es nicht machen soll….
Wirklich… kein Verlust!
der reizhof war vollkommen und absolut ok..nichts für den profi reitsport aber man hatte dort seinen spass und herr anold hat sich immer viel mühe mit den planwagenfahrten gegeben … ich hätte mir sehr gewünscht das miriam den hof übernimmt…schade ..
tschüss mattlerbusch …
was is denn mit den pferden von dort passiert?
Also vier Pferde hat Herr Wörmann behalten das sind einmal : Rayka,Funny,Flori & Mona .. Shaila & Beauthy kamen auf den Gnadenhof ; Free,Shadow & Carlo stehen jetzt bei Herr Reßing zum Pferdeverleih , die vier Großen stehen bei einem guten Freund von Herrn Arnold , Phantom ist verkauft worden -.-
! & was mit Julia passiert ist weiß ich nicht :s
Ich hätte mir sehr gewünscht das Miriam den Hof kriegt da ich auch mein Pflege-pferd da hatte und er jetzt nicht mehr da ist und ich ihn sehr vermisse :/ Aber es sollte anders kommen…
Danke fuer alles ..
free war mein schatz, dann muss ich unbedingt mal zum reßing..