Duisburger Tafel: Edle Ritter gesucht
02. September 2010
Die Ritter der Tafelrunde haben der Literatur zahlreiche Geschichten geliefert. Heute bescheren „Ritter“ der Duisburger Tafel ein feste finanzielle Basis.
Damit kann die Hilfsorganisation das ganz Jahr über ihrer Aufgabe nachkommen.
Rund 800 „Ritter der Tafelrunde“ gibt es heute. Mit einem monatlichen Mindestbeitrag von fünf Euro wird man zum Ritter ernannt – wer es so mag, auch in geeigneter Umgebung und bei einem Rittermahl mit sechs Gängen.
Die nächste Gelegenheit, sich im Beisein anderer Ritter und begleitet von Gauklern und Zauberern in den „Adelsstand“ erheben zu lassen, besteht am 12. September im „Pulp“ an der Wanheimer Straße (Hochfeld), das für sein rustikales Ambiente ebenso bekannt ist wie für sein Rittermenü.
Der Geschäftsführer der Duisburger Tafel, Günter Spikofski (50), verspricht den Gästen eine exklusive Veranstaltung zu einem annehmbaren Preis. „Das Pulp ist uns da sehr entgegengekommen.“ Für 34 Euro kommt das Menü mit sechs Gängen auf den Tisch des Hauses, Getränke müssen die Ritter und die, die es vielleicht werden wollen, allerdings zusätzlich bezahlen.
„Wer kommt und Ritter werden will, wird in einer passenden Zeremonie zum Ritter geschlagen“, verspricht Spikofski. 50 Anmeldungen gibt es bereits, Platz ist aber noch mindestens für weitere 50.
Die Duisburger Tafel versorgt in Duisburg zureit rund 4000 bedürftige Menschen mit Nahrungsmitteln, die ihnen von Lebensmittelgeschäften zur Verfügung gestellt werden. An den Standorten Brückenstraße 40 in Hochfeld an sechs Tagen in der Woche, am Grundewald (Café und Mittagstisch) an sieben Tagen in der Woche und „an 365 Tagen in Jahr, also auch an allen Feiertagen“, wie Günter Spikofski betont, und an zwei Tagen in der Woche auch in Marxloh. „Jede Woche kommen rund 30 Menschen dazu. Die Duisburger Tafel boomt – leider Gottes“, sagt der Geschäftsführer. Wer am 12. September an dem Rittermahl teilnehmen möchte – das können übrigens auch diejenigen, die schon zu Tafelrunde gehören – sollte sich entweder persönlich an der Brückenstraße 40 in Hochfeld melden oder aber zum Telefon greifen: s 0203/ 35 01 80. Auch eine Anmeldung per E-Mail ist möglich unter der Adresse: info@duisburger-tafel.de
Quelle: DerWesten
