Loveparade Duisburg: Massenpanik – über tausend Menschen vermisst

26. Juli 2010

Die Massenpanik im Tunnel auf der Karl-Lehr-Straße unter den Loveparade-Besuchern hat 19 Menschen das Leben gekostet, Hunderte wurden zum Teil schwer verletzt. Und noch jetzt werden 1138 Menschen vermisst.

19 Tote und 342 Verletzte – das ist die traurige Bilanz der Loveparade, nachdem am Samstag im Gedränge eine Massenpanik unter den Besuchern im Tunnel auf der Karl-Lehr-Straße entstanden ist. Doch neben Toten und Verletzten gibt es wenige Tage nach dem Unglück auch noch zahlreiche Vermisste.

Der Polizei in Duisburg sind im Zusammenhang mit den tragischen Geschehnissen um die Loveparade insgesamt 2367 vermisste Personen gemeldet worden. Der Verbleib von 1138 Menschen konnte bisher nicht ermittelt werden. Die Kriminalpolizei Duisburg bearbeitet die Vermisstenanzeigen mit über 40 Beamten. Leider stellen sie immer wieder fest, dass Angehörige, die eine Vermisstenanzeige erstattet haben, sich nicht bei der Polizei melden, wenn die vermisste Person zurück gekehrt ist.

Die Polizei bittet die Angehörigen von bislang als vermisst geltenden Personen daher um sofortige Mitteilung nach deren Rückkehr. Dazu sind tagsüber die Rufnummern 0203/280 4125, – 4128 oder – 4526 freigeschaltet.

Quelle: DerWesten

Feedbacks zu Loveparade Duisburg: Massenpanik – über tausend Menschen vermisst:

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  • Tack sagt:

    Jens sagt:
    26. Juli 2010 um 00:21

    Zu den Grundpflichten von (Ober-)Bürgermeistern und ihrer Dezernenten gehört die Gewährleistung öffentlicher Sicherheit und Ordnung. Bisher 19 Tote und geschätzte 340 Verletzte sind Anlaß genug, um festzustellen, daß die Verwaltungsspitze der Stadt Duisburg am 24.07.2010 nicht fähig oder nicht willens war, den Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit einer großen Anzahl von Menschen sicherzustellen, nachdem die Vergangenheit gezeigt hatte, daß dies in anderen Städten teilweise mehrfach möglich war. Es handelte sich also nicht um eine unbekannte und nicht um eine unlösbare Aufgabe. Ich frage mich, wie die politisch verantwortlichen Akteure die Frechheit besitzen können, jetzt immer noch zu tun, als hätten sie alles richtig gemacht. Für Sicherheitskonzepte gibt es ein ganz einfaches Qualitätskriterium: Nix passiert = gutes Sicherheitskonzept, Tote und Verletzte = schlechtes Sicherheitskonzept. Bei der Anzahl von Toten und Verletzen dürfte es sich um das blutigste Ereignis in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg handeln, daß seinen Anfang ohne äußeren, gewaltsamen Anlaß (Zugunglück, Flugzeugabsturz, Anschlag, …) nahm. Wie man in einem Land, in dem – mit Verlaub – jede Pommesbude einen zweiten Notausgang haben muß, auf die Idee kommen kann, innerhalb zu erwartender 18 Stunden (12 bis 0 Uhr) zu erwartende 1 Million Menschen bei zu erwartenden sommerlichen Temperaturen durch einen 20 m breiten Tunnel zweimal (Hin- und Rückweg) durchzupeitschen kann nur durch komplette Unkenntnis von Grundrechenarten (mit herzlichem Gruß an die „Panikexperten“) und/oder Realitätsverlust erklärt werden. A propos Realitätsverlust: Der Herr Oberbürgermeister und der Herr Dezernent wirkten auf ihrer höchstpeinlichen Anti-Pressekonferenz am Sonntag vermutlich bereits so irreal und deplaziert, weil sie auf den Stühlen, auf denen sie saßen, außer zur Erklärung ihres Rücktritts eigentlich nichts mehr zu suchen hatten. Jeder nichtverbeamtete Bürger, der für 19 Tote und dreistellige Verletztenzahlen verantwortlich wäre, hätte zu dem Zeitpunkt schon im Knast gesessen. Zu Recht. Quelle: http://www.techfieber.de/2010/07/25/das-netz-trauert-nach-loveparade-beileidsbekundungen-und-vermisstenanzeigen-bei-facebook-und-twitter/

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